grauer Star (Katarakt) Operation

Der Graue Star (Katarakt)

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Der graue Star ist eine der häufigsten Ursachen für Sehstörungen ab einem bestimmten Alter. Der graue Star ist Teil des Alterungsprozesses am Auge. Alle Menschen ab einem bestimmten Alter erkranken an eine Trübung der Linse. Für den grauen Star gibt es keine andere Behandlung, ausgenommen die operative. Die Operation zur Entfernung der Katarakt ist die häufigste und erfolgreichste Operation in den gesamten Bereich der medizinischen Wissenschaft.

Was ist der Graue Star?

  • Eine Katarakt ist eine Trübung der natürlichen Linse des Auges. Die natürliche Linse des Auges liegt hinter der Iris, besitzt die Größe der Linse und ist normalerweise klar.
  • Die Trübung der Linse kann mit Medikamenten nicht verhindert werden.
  • Es ist eine sehr häufige Erkrankung und tritt in der Regel mit zunehmendem Alter.
  • Manchmal kann durch ein Trauma verursacht werden, oder mit bestimmte Krankheiten (z.B. Diabetes, Entzündungen des Auges, etc.) oder durch Medikamente wie chronische Anwendung von Kortison.
  • In wenigen Fällen kann ein Kind mit Grauem Star (kongenitale Katarakt) geboren werden.

Was sind die Symptome des Grauen Stars?

Die wichtigsten Symptome sind:

  •  Schrittweise Reduzierung der Sehschärfe für nah oder fern. Die Sehschärfe wird immer weniger klar.
  • Blendung und Reflexionen von einigen Objekten.
  • Gedämpfte Wahrnehmung von Farben.
  • Schwere Blendung in der Sonne.
  • Keine Schmerzen.

Alle diese Symptome können die täglichen Aktivitäten folgendermaßen beeinflussen:

  • Fahren, besonders bei Nacht oder in sehr hellen Licht.
  • Lesen oder Fernsehen. In einigen Fällen bis in den späten Stadien bei einiger Arten von Katarakt, kann man ohne Brille lesen.

Wann sollte die Operation stattfinden?

katarraktis_2Das Verfahren kann beschlossen werden, wenn der Katarakt eine solche Unannehmlichkeit für die Qualität des Sehens verursacht, was zu Problemen im täglichen Aktivitäten (sichere Autofahren, Lesen, Fernsehen) wird. Basierend auf Ihre Symptome, sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Augenarzt entscheiden, wann die Operation geschehen soll.

Es ist nicht mehr wahr, dass Katarakte ‘reif’ sein müssen um entfernt(extrahiert) zu werden. Mit neuen Operationstechniken (Phakoemulsifikation), gehört dieses Konzept der Vergangenheit an. Die Entfernung einer überreifen harten Katarakt, macht die Operation schwieriger und kann einige Komplikationen mit sich bringen.

Die präoperative Untersuchung der Augen

Die Augenuntersuchung vor der Operation wird durchgeführt, um den Gesamtzustand der Augen, die Art der Katarakt und die erforderlichen Messungen für die Implantation der künstlichen Linse zu ermitteln.
Die Berechnung der künstlichen Linse findet mittels Ultraschall statt. Es wird messen die Länge des Auge um die Brechkraft der Linse zu bestimmen.
Wie läuft die Operation ab?

Heutzutage findet die Katarakt Entfernung mit der Technik der Phakoemulsifikation satt. Durch einen kleinen Schnitt von ca. 3-4 mm und mit Hilfe von Ultraschall findet die Linse Entfernung statt. Am Ende implantiert man eine künstliche Intraokular linse, die dauerhaft ist. Eine Naht des Auges braucht man meistens nicht.

Ein Krankenhausaufenthalt ist nicht erforderlich. Der Patient geht nach Hause sofort nach der Operation, und zurück zu den täglichen Aktivitäten ab dem nächsten Tag. Der Patient beginnt bereits am Abend nach der Operation besser zu sehen und über die Tagen, verbessert sich die Sicht. Die Operation wird unter lokaler Betäubung mit Tropfen durchgeführt und der Patient verlässt den Operationssaal ohne eine Okklusion des Auges.

Die Linse, die im Inneren des Auges platziert wird hat die Fähigkeit, Kurz-oder Weitsichtigkeit zu korrigieren. Nach der Operation wird man meistens die Fernbrille los. Nur in einem kleinen Prozentsatz der Patienten wird eine kleine Korrektur mit eine Brille für bestimmte Tätigkeiten (Autofahren, Fernsehen) benötigt. Der Wunsch der genauer postoperativen Korrektur sollte man mit seinem Chirurgen vor der Operation detailliert besprechen, um die Anforderungen und Bedürfnissen des Patienten zu ermöglichen.

Am Tag der Operation

Es ist immer empfehlenswert, dass der Patient durch einen Verwandten begleitet wird. Die Operation Dauer ist ca. 15 Minuten. Die Verweildauer in der Klinik beträgt ca.2 Stunden, inklusiv der Vor und Nachbehandlung. Vor dem Eingriff wird generell Bluttests und EKG empfohlen.

In der vorangegangenen Nacht sollte der Patient ein leichtes Abendessen und am Morgen der Operation ist es ratsam, nichts zu essen. Die üblichen Medikamente Einnahme (für Blutdruck, Herz-, Zucker) ist es notwendig, außer Blutverdünnenden Medikamente wie Aspirin.

Nach der Operation

Der Patient bleibt in der OP Zentrum für eine Weile und verlässt es, wenn er sich gut fühlt. Der Augen Operateur verschreibt die geeignete Augentropfen, die Sie zu Hause nach der Operation einnehmen sollen und gibt entsprechende Anweisungen. Es ist wichtig, nach der Operation reiben der Augen und Wasser in die Augen für eine Woche zu vermeiden. Es ist auch ratsam, Gewichte zu heben und dabei anstrengende körperliche Aktivität in den ersten 3-4 Tagen zu vermeiden.

Was sind die Vorteile dieser Methode?

Die Technik der Katarakt Entfernung durch einen winzigen Schnitt durch Tropfanästhesie bietet viele Vorteile. Mit dieser Technik, kehrt der Patient an seine tägliche Tätigkeit direkt am nächsten Tag. Eine Übernachtung (Hospitalisierung) ist nicht erforderlich.

Eine Vollnarkose oder Anästhesie mit Nadeln ist nicht nötig. Keine Nähte werden während der Operation gelegt. Die Nähte können lästig sein und postoperativ Astigmatismus verursachen. Der Schnitt heilt schneller und natürlicher. Alle diese Ergebnisse sind verbunden mit weniger potenzielle intra-und postoperative Komplikationen, was zu einer schnelleren Erholung der Sehkraft führt.

Nachstar

YAG_laser_capsulotomyIm Falle der Eintrübung der Linsenkapsel (Nachstars) nach Katarakt Operation kann die Sehschärfe  deutlich und schrittweise reduziert werden. In diesem Fall verwenden wir einen speziellen Laserstrahl, schmerzfrei wird die Linsenkapsel poliert. Es kommt innerhalb einiger Stunden zu einer Wiederherstellung der Sehschärfe. Die Häufigkeit der Nachstars beträgt rund 10% der Patienten die an Kataraktoperiert worden sind. Die Laserbehandlung wird in der Praxis ohne Krankenhausaufenthalt durchgeführt.

Komplikationen während der Operation des Grauen Stars

Komplikationen sind selten, aber möglich, wie bei jeder Operation. Eine Ruptur der LinsenKapsel führt meistens nicht zu großen Problemen, wenn sie ordnungsgemäß behandelt wird. Eine weitere Komplikation ist ein postoperativer Astigmatismus, der eine leichte Verformung von Objekten verursacht.

Ist normalerweise behandelbar und kann mit einer Brille oder mit einem kleinen Eingriff korrigiert werden. Die schlimmste Komplikation, die mit einem Sehverlust verbunden sein kann ist eine Infektion (Endophthalmitis).

Gehört zu den seltensten Komplikationen. Die soll sofort mit lokalen und systemischen Antibiotika behandelt werden, und in einigen Fällen müssen Operationen (Vitrektomie) zur vollständigen Reinigung des Auges vor Infektionen stattfinden.

Es sollte hier angemerkt werden, dass die Infektionsraten bei sehr hohe Zahlen der Katarakt-Chirurgie im Vergleich sehr gering ist.

Prävention – Tipps

Es gibt keine spezifischen Hinweise auf Prävention, der grauen Star. Allerdings sollten man unsere Augen vor der Sonne mit geeigneter Sonnenbrille d.h. solche, die die schädlichen UV-Strahlen absorbieren schützen.
Schließlich sei daran erinnert, dass die Operation zur Entfernung der Katarakt die häufigste und erfolgreichste Operation in den gesamten Bereich der medizinischen Wissenschaft ist.